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Mehr als nur Durchsatz

Auf den ersten Blick scheinen Wachstum und profitables Wachstum fast dasselbe zu sein. Doch oft sind es genau diese feinen Unterschiede, die für Kunden über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Lesen Sie, wie unsere Marke Dematic die Profitabilität im E-Commerce verbessert.

2026-04-01

Christopher Spies

In der Retail-Logistik zeichnet sich ein Perspektivwechsel ab: Nicht mehr allein Wachstum steht im Vordergrund – unsere Marke Dematic richtet den Blick verstärkt auf Profitabilität.

Wie Lagerautomatisierung die Profitabilität fördern kann

Mit AutoStore steigert Kesko Effizienz und Kapazit?t auf minimalem Raum

Auf den ersten Blick scheinen Wachstum und profitables Wachstum fast dasselbe zu sein. Doch oft sind es genau diese feinen Unterschiede, die für Kunden über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Lesen Sie, wie unsere Marke Dematic die Profitabilität im E-Commerce verbessert.

Hat die Lagerautomatisierung in der Vergangenheit mitunter das falsche Problem gelöst? Diese Frage drängt sich auf, wenn man die zentrale These liest, die unsere Marke Dematic in ihrem Artikel über die fünf wichtigsten Branchentrends des Jahres formuliert: „Wachstum ist nicht mehr die zentrale Herausforderung. Sondern Profitabilität.“

Wachstum vs. Profit

„E-Commerce schafft neue Umsatzpotenziale, verursacht jedoch auch zusätzlichen Aufwand“, sagt Kim Baudry, Global Market Development Director bei Dematic. Die Kosten für die Abwicklung von Onlinebestellungen – insbesondere bei hohem Auftragsvolumen – können die Gewinnmargen erheblich belasten, so Baudry.

Dieser Margendruck wird durch strukturelle Herausforderungen verursacht:

Arbeitsintensive Kommissionierprozesse: Manuelle Auftragsabwicklung bleibt teuer und lässt sich nur schwer skalieren – vor allem dann, wenn Bestellungen stark fragmentiert werden.

Schwankende Auftragsvolumen: Saisonale Spitzen und unvorhersehbare Nachfrageschwankungen erfordern flexible Kapazitäten – was in ruhigeren Phasen häufig zu Ineffizienzen führt.

Enge Lieferzeitfenster: Erwartungen wie Same-Day- oder Next-Day-Delivery erhöhen den Zeitdruck und die operativen Kosten entlang des gesamten Fulfillment-Prozesses.

Omnichannel-Druck: Die gleichzeitige Versorgung von Filialen, Onlinekunden und weiteren Vertriebskanälen erhöht die strukturelle Komplexität und wirkt sich direkt auf die Margen aus.

Anhaltender Margendruck

„Technologien wie autonome mobile Roboter (AMRs) können repetitive und arbeitsintensive Aufgaben übernehmen und schaffen bei den menschlichen Arbeitskräften dadurch Freiräume für wertschöpfendere Tätigkeiten“, sagt Kim Baudry. Durch die Verlagerung von Arbeitskraft hin zu wirkungsvolleren Aufgaben können Händler ihre Produktivität stabilisieren und gleichzeitig steigende Personalkosten begrenzen.

Auch Hochdichtelagersysteme und Goods-to-Person-Konzepte verbessern die Wirtschaftlichkeit der Auftragsabwicklung. „Flexible Systeme wie AutoStore™ sind oft die optimale Lösung – wie etwa im Lebensmittelgeschäft von Kesko in Finnland“, erklärt Baudry (der angesprochene Use-Case lässt sich hier nachlesen). Durch kürzere Laufwege und optimierte Flächennutzung senken solche Systeme direkt die Kosten pro Pick – ein entscheidender Hebel in margensensiblen Bereichen.

Umfassendes Zusammenspiel

Bei Kesko geh?rt zum Goods-to-Person-Konzept auch ein gekühlter Bereich für verderbliche Waren

Der volle Effekt entfaltet sich, wenn verschiedene Elemente innerhalb einer umfassenderen Fulfillment-Architektur zusammenspielen:

Autonome mobile Roboter (AMR): Reduzieren manuelle Wegezeiten und den Arbeitsaufwand, während sie gleichzeitig den Durchsatz stabilisieren.

Hochdichtelagersysteme wie AutoStore™: Erhöhen die Flächennutzung und senken durch Goods-to-Person-Prinzipien die Kosten pro Pick.

Shuttle-Systeme in zentralen Fulfillment-Centern: Unterstützen hohe Effizienz bei großen Volumina und sorgen für planbare Leistung.

Micro-Fulfillment-Lösungen für die letzte Meile: Bringen Waren näher an den Kunden und helfen gleichzeitig, Kosten zu kontrollieren.

„Wenn Shuttle-Systeme in zentralen Fulfillment-Centern und Micro-Fulfillment-Lösungen für die letzte Meile Hand in Hand arbeiten, lassen sich Arbeitskosten senken, Durchsatz erhöhen und Lagerprozesse effizienter gestalten“, sagt Baudry. Das Prinzip ist also die Koordination: zentrale und dezentrale Modelle ergänzen sich je nach Nachfrage und Serviceversprechen.

Integrierte Wertschöpfung

Am Ende geht es nicht um ein Entweder-oder zwischen Automatisierung und manueller Arbeit – und auch nicht zwischen Geschwindigkeit und Skalierbarkeit. Entscheidend ist vielmehr die Ausrichtung des operativen Designs an wirtschaftlichen Ergebnissen.

Lagerautomatisierung verschiebt, wenn sie smart integriert und kontinuierlich optimiert wird, den Fokus vom reinen Durchsatz hin zu nachhaltiger Leistungsfähigkeit. Betrachtet man dieses Gesamtbild, beantwortet sich die eingangs gestellte Frage von selbst: Automatisierung löst nie das falsche Problem – solange das eigentliche Ziel Profitabilität ist und nicht bloß Volumen.

FAQ

Warum bedeutet Wachstum im E-Commerce nicht automatisch Profitabilit?t?

Steigende Bestellmengen führen oft auch zu höheren Abwicklungskosten. Ohne Effizienzsteigerungen und Margenkontrolle kann Wachstum die Profitabilität sogar schwächen.

Wie verbessert Lagerautomatisierung die Profitabilit?t?

Lagerautomatisierung kann die Abhängigkeit von manueller Arbeit reduzieren, stabilisiert Prozesse und senkt die Kosten pro Pick – und schützt so die Margen bei gleichbleibendem Servicelevel.

Warum ist E-Commerce im Lebensmittelhandel besonders margensensibel?

Hohe Bestellfrequenz, kleine Warenkörbe und enge Lieferfenster erhöhen die Kosten pro Bestellung. Schon kleine Ineffizienzen können die ohnehin dünnen Margen erheblich beeinträchtigen.