Shins Herangehensweise an Innovationen ist ebenso unkonventionell wie effektiv. Statt sich auf vorgefertigte Lösungen zu verlassen, beginnt er jeden Innovationsprozess mit einer gründlichen Untersuchung der Kundenprobleme. „80 Prozent meiner Arbeit bestehen darin, eigene Ideen zu entwickeln und mit anderen Branchenexperten zu interagieren", erklärt er: "und um auf Ideen zu kommen, braucht man Wissen, Erfahrung und ein Verständnis für die Schmerzpunkte und versteckten Bedürfnisse der Kunden." Ein bedeutendes Projekt von ihm ist eine softwaregesteuerte Auftragsabwicklung, die das Betriebsprinzip der Dematic Multishuttle-Pickstation und eine Routing-Lösung umfasst. Diese Lösung fügt notwendige Funktionen hinzu, indem sie lediglich die Software updatet ohne mechanische Änderungen vorzunehmen. So funktioniert Innovation bei Dematic: „Individuelle Ideenfindung und kreative Prozesse“, sagt Shin.
Dieser Prozess, den Yamashita als "Upstream"-Prozess bezeichnet, bildet das Fundament seiner Arbeit. Er kombiniert dabei geschickt Top-Down- und Bottom-Up-Ansätze zur Ideenfindung. "Manche Ideen entstehen in nur wenigen Stunden", gibt er zu: "Aber selbst, wenn die Idee gut ist, ist sie nutzlos, wenn niemand sie will."
Nach der initialen Ideenfindung folgt deshalb ein kritischer Schritt: die Validierung. "Ich spreche mit Branchenexperten innerhalb von Dematic", beschreibt Shin sein Vorgehen. Die Idee verlässt gewissermaßen das „stille Kämmerlein“ und bekommt ihren Reality-Check. "Man muss herausfinden, wie anwendbar die Idee für Dematic-Lösungen ist und wie wahrscheinlich es ist, dass sie funktioniert." Dabei behält Shin stets den Markt und die Konkurrenz im Auge – um sicherzustellen, dass die entwickelten Lösungen nicht nur innovativ sind, sondern auch dazu beitragen, die grundlegenden Probleme der Kunden zu verringern bzw. zu beseitigen.